Dienstag, 31. Dezember 2013

Kambodscha - Thailand


Sport war für mich schon immer mehr als nur Sport, es ist für mich eine Philosophie.
Seit meinem 14. Lebensjahr habe ich mich den asiatischen Kampfsportarten verschrieben.
Über 25 Jahre war Judo meine sportliche Heimat. Ich war sowohl aktiver Wettkämpfer, Trainer als auch Kampfrichter.
Die Schwierigkeit besteht stets darin anzustreben, gleich, welche Sportart man betreibt, die Einheit von Körper, Geist und Seele herzustellen.
Heute trainiere ich nur noch die Bewegungsabläufe, insbesondere der Selbstverteidigung, zuhause im „Trockentraining“ vor einer Spiegelwand, um nicht aus der Übung zu kommen.

Um mich körperlich und gesundheitlich fit zu halten, begann ich 2010 mich zusätzlich dem Radfahren zu widmen. Auch hier versuche ich stets die Einheit von Körper, Geist und Seele herzustellen.
Als Bürgermeister a.D. von Windehausen, war es für mich deshalb selbstverständlich, mich den „Auebikern“ anzuschließen. Mir gefällt insbesondere die Philosophie, Spaß am Radfahren zu haben, individuell radeln zu können, keine Verpflichtungen eingehen zu müssen und diese Philosophie des Sports in alle Welt zu tragen.
Erschreckend ist natürlich, dass wenig Deutsche wissen, dass Friedrich I., genannt Barbarossa (um 1122-1190), am 10. Juni 1190 während des 3. Kreuzzuges im Fluss Saleph in der heutigen Südosttürkei ertrunken ist.

Aber wir, die Barbarossa Landplage, wissen das natürlich.

 Meine Frau und ich unternehmen jährlich eine Fernreise. Im jeweiligen Gastland sind wir prinzipiell mindestens eine Woche auf Rundreise, um das Land, die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen.

Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrungen buchen wir unsere Fernreisen bereits 
1 Jahr vor Reisetermin. So können wir immer einen relativ guten Preis erheischen und darauf achten, nicht mit einer deutschen Airline fliegen zu müssen. Die deutschen Airlines haben einen sehr schlechten Service und gehören zu Recht nicht zu den Top Ten.  

In den Herbstferien 2013 erfüllten wir uns einen weiteren Traum. Bereits im Dezember 2012 hatten wir unsere Reise nach Thailand-Kambodscha-Thailand gebucht.
Nachdem wir bereits 2005 nach Thailand flogen und eine Rundreise durch ganz Nordthailand unternahmen, inklusive Bootsfahrt auf dem Mekong und Landgang in Laos, war diesmal unser Hauptziel Angkor in Kambodscha.

Als wir in Bangkok landeten, hatten wir 1 Tag zur Verfügung, um uns diese Wahnsinnsstadt nochmals anzusehen.

Am nächsten Tag flogen wir weiter nach Siem Reap (ca. 334 km) in Kambodscha. Eine Stunde später wurden wir am dortigen Airport von unserem deutschsprachigen kambodschanischen Reiseführer, nebst Fahrer, in Empfang, genommen.
Bekanntlich ist Angkor eine Region in Kambodscha, ganz in der Nähe der Stadt Siem Reap. Sie war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja.
In Vorbereitung dieser Reise hatten wir uns natürlich, wie immer, mit dem Gastland, seiner Geschichte, Kultur, Religion(en), Staatsaufbau, Innen- und Außenpolitik u.v.m. beschäftigt. Auch eine frühere Sendung der ZDF-Reihe „TerraX“ über Angkor war sehr informativ.
 
Wie bereits 2012 geplant, waren wir eine Reisegruppe von 2 Personen, meine Frau und ich. Das ist ideal.
Den Reiseführer, Fahrer und einen Pkw Toyota hatten wir somit für unseren gesamten Aufenhalt in Siem Reap und Angkor allein zur Verfügung.
Wir konnten so auch viele Informationen erhalten, die in größeren Reisegruppen nicht möglich sind. Zumal ich das Gastland  nicht nur mit den Augen eines Touristen, sondern auch mit den Augen als ehemaliger Kommunalpolitiker betrachte. Allerdings konnte oder wollte unser Reiseführer einige meiner Fragen nicht beantworten.

Als aktiver Biker halte ich natürlich auch Ausschau nach gefahrlosem Radeln. Allerdings ist Kambodscha ein absolutes Entwicklungsland, so gut wie keine technische Infrastruktur (Ver- u. Entsorgungsleitungen), eine unterentwickelte soziale Infrastruktur. Während das Volk im ländlichen Raum seine Notdurft hinter der Wohnhütte erledigt, lebt die parasitäre Obrigkeit in sehr luxuriösen Verhältnissen.

Wenn man nach Angkor kommt und die vielen Tempelanlagen besichtigt, muss man sich das wie ein Eintauchen in eine Märchenwelt vorstellen.

Hier einige Impressionen:

South Gate Angkor Tom (Bayon-Tempel)
                                                      

Bayon Tempel
                                        


 3-köpfige Elefant Airavati (3 Rüssel mit Lotosblumen)
                                        

Ta Prohm - Spunkbaum
                                                  

Mittagsschlaf
                             
Außenpolitik im zum Weltkulturerbe gehörenden Tempel „Angkor Wat“
Im bekanntesten Tempel von Angkor, „Angkor Wat“, kam es ganz spontan zu einer Begegnung mit einem Biker aus Südkorea. Solche Begegnungen sind Außenpolitik auf der untersten Ebene. Allerdings muss man ein wenig Hinterindisch beherrschen, um sich sofort zu verstehen.

                                           

Der Tempel „Angkor Wat“ im Hintergrund
                                              

Nachtmarkt in Siem Reap
                                           


Biker Funktion in Siem Reap
                                            

Biker in Siem Reap


Wir probierten auch Frosch am Spieß

 
Abschied von unserer zuverlässigen Reiseführung am Airport Siem Reap
       
  Der Besuch in Angkor war sehr intensiv und ein absoluter Höhepunkt. An Radfahren war absolut nicht zu denken.
In Kambodscha sahen wir aber auch die starken Kontraste zwischen Licht und Schatten.

Dann flogen wir zurück nach Thailand, um ein wenig Badeurlaub zu machen. Wie 2005, wollten wir wieder nach Hua Hin. Sie ist nicht gerade eine kleine Stadt, etwa so groß wie Nordhausen und das älteste Seebad in Thailand. Sie liegt ca. 185 km südwestlich von Bangkok am Golf von Thailand.
Dort sind Massen an Touristen. Aufgrund der Verkehrsdichte und der vielen Ameisen (Fußgänger) auf den Gehwegen ist auch dort nicht an Radfahren zu denken. Bei mir stellten sich bereits Entzugserscheinungen ein.
Aber im Hotel sah ich endlich ein Bike. Ich riss es dem Angestellten unter dem Hintern weg und leistete sozialistische Hilfe, ach war das herrlich. Ich fuhr die Strandtücher für die Touristen durch das Hotelgelände.
                                   
Asien ist ohnehin eine andere Welt und die Bikes haben dort eine vielfältige Funktion.

Hier einige Beispiele, als wir 2010 Vietnam waren:

Ententransport

Waren des täglichen Bedarfs (WtB), wie es in der ehemaligen DDR hieß:

                                       
                                  
                                           
                         
                                             

Selbst einen Kühlschrank kann man ohne Fuhrunternehmen transportieren.

                                                 

Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen meines Beitrags, einen guten Rutsch in das neue Jahr sowie recht viel Gesundheit, insbesondere natürlich den Auebikern und deren Familien.


Kommentare:

  1. Schöner Reisebericht mit Einblicken in ein ganz anderes Leben.
    Ich möchte auch irgendwann mal nach Thailand und Umgebung reisen.
    Wünsche euch auch einen guten Rutsch!

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  2. ich habe es mal ein wenig kleiner gemacht ;-) Euch Allen einen guten Rutsch!

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  3. ein schöner Reisebericht :) wünsche Euch allen auch einen guten Rutsch

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