Dienstag, 3. Juli 2012

Teil 2 - Irrenhäuser, Turnbeutelkönige und Schießanlagen

dieser wunderschöne Spruch zierte unser Zimmer

hier nun der zeitliche Ablauf der Nacht des Grauens.
Man stelle sich eine wunderschöne Burg vor. Der Burghof war umringt von Gemäuern, in denen sich die Zimmer der Jugendherberge befanden und im Festsaal, den man direkt vom Hof aus betreten konnte, fand eine Hochzeit statt.
Hinter der Burg befand sich ein weiterer Festsaal, in dem sich ebenfalls eine Hochzeitsgesellschaft befand und in der Burg tobten ca. 30 Schüler einer 7.Klasse Abschlussfahrt.
Dazu kamen noch ca. 10 Personen, die ebenfalls mit dem Rad auf der Burg nächtigten und ca. 30 Zimmerer, die das Objekt hinter der Burg restaurierten.
Das war die Grundkonstellation dieser sich herannahenden Nacht und wir mitten drin, nicht nur wir persönlich sondern auch unsere 2 x 6 Bettzimmer befanden sich mitten drin.


20:00 Uhr
die erste Bierbestellung lief über den Tresen, die Skatspieler packten ihre Karten aus und Ellen bestellte massenweise Sekt auf ihren 40igsten Geburtstag

22.30 Uhr die durch Müdigkeit gezeichneten Biker gingen geschlossen aufs Zimmer um sich bettfertig zu machen

22.45 Uhr da der Lärmpegel dem einer Einflugschneise einer Boing 747 auf dem Frankfurter Flughafen glich, entschieden wir uns alle Fenster zu schließen und wir machten auf Grund des Luftmangels die Tür zum endlos langen Flur auf. Vom Bett aus konnten wir jederzeit das Treiben auf dem Flur verfolgen. Es war wie im Kino. Männer mit grünen Turnbeuteln und in Feinripp Unterwäsche pilgerten zum Duschraum.

23.00 Uhr erste Einschlafversuche

0.00 Uhr Feuerwerk der Hochzeitsgesellschaften, Einschlafversuch gescheitert

0.05 Uhr Feuerwerk der zweiten Hochzeitsgesellschaft

0.10 Uhr ein Feuerschlucker auf dem Burghof

00.15 Uhr die Jungen der Abschlussfahrt auf der anderen Seite des Burghofes, gaben Lichtsignale an die Mädchen die neben uns grad die Hütte abrissen

00.16 Uhr die Mädchen erwiderten ebenfalls die Lichtsignale mit ihren Taschenlampen. Unser Zimmer bekam eine Aufwertung, denn jetzt  hatten wir sogar das Feeling von Las Vegas mit seinen blinkenden Leuchtreklameschildern.

00.20 Uhr die Endlosschleife von Sam the Sham and the Pharaohs mit dem Lied Wully Bully geriet außer Kontrolle, der Titel lief zum 10 mal.

2 Uhr Udo riss die Fenster auf, schrie die Taschenlampen-Kinder zusammen und landete anschließend in Unterhosen auf den Burghof. Die Endlosschleife bekam eine neue Dynamik und wurde noch lauter.

2.10 Uhr Achim packte im Nachbarzimmer seine Witzesammlung aus

4.00 Uhr der Lärmpegel sank und nun wurden die Kettensägen ausgepackt

Der Rest der Tour ist schnell erzählt. Nach dem Aufstehen um 6 Uhr ging es nach dem Frühstück auf dem grünen Band zum Grenzlandmuseum nach Schifflersgrund


und danach weiter bis nach Heiligenstadt wo sich die Truppe teilte.
Die eine Hälfte fuhr mit der Bahn nachhause und die andere Gruppe testete kurz vor Leinefelde die Festigkeit der Poller auf dem Leineradweg.


Alles in allem wieder mal ein Wochenende, welches man mit keinem Geld der Welt bezahlen kann!

Kommentare:

  1. Ich war zwar nicht mit auf eurer "Klassenhochzeitsfeuerwerksfahrt", aber irgendwie habe ich den Einrduck, du hast zwischen 00:16 und 00:20 etwas vergessen.

    Na ja, kann schon mal passieren wenn man übernächtigt ist. :-)

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  2. Hey Jungs ..trinkt Ihr Schnaps?
    Was hat der nette Herr in der Mitte für`n hässliches Trikot?

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