Samstag, 24. September 2011

"Die Magie der Berge erfahren"

Dieses offensichtliche Produkt eines Werbetexters steht unter der Überschrift "Mountainbiking 2012" einer Broschüre, welche man uns gestern in Rothesütte zugesteckt hat.
Wir saßen in diesem kleinen Harz-Örtchen gegen 16 Uhr auf einer Bank und machten hoffentlich einen besseren Eindruck als das Gefühl in unseren müden Beinen erahnen ließ.
Der nette ältere Herr meinte noch, wir könnten das Heft sicher gut gebrauchen.
Tatsächlich stehen dort auf Seite 7 zb. zwei Sätze, die wir seit gestern auch unterschreiben würden:
"Die Belohnung für anstrengende Anstiege ist der wahrhaft erhabene Blick vom Poppenberg (600m) in die Ferne Thüringens bis zum Kyffhäusergebirge. Doch auch verlassene Gemäuer wie die Burgruine Hohnstein schaffen wunderbare Pausenmomente und grandiose Ausblicke"

Wir haben von Ellrich aus Anlauf genommen, über den dortigen Galgenberg (wo die Kids sich Sprunghügel reingebastelt haben) ging es zur Kelle bei Appenrode


und weiter nach Ilfeld. Die ersten wichtigen Kalorien zur Bewältigung der weiteren Tour holten wir uns am Backwarenstand eines Lebensmittelmarktes.

Schließlich ging es nun den Anstieg zum Poppenberg hoch. Von der oberen Plattform des Stahlturmes auf über 600m Höhe hat man wirklich einen grandiosen Rundum-Blick.
Abwärts weiter zum Falkenstein, dort waren die Spitzkehren doch sehr eng und steil. Ein toller Trail mit Kennzeichnung "grüner Balken" führte uns nach Neustadt und dort steil nach oben (wieder Spitzkehren) zur Burg Hohnstein.


Praktisch höhehaltend ging es weiter zur Talsperre Neustadt und hinauf zum Hufhaus.
In herrlicher Mittagssonne tranken wir erstmal ein Hefeweizen und aßen Nudeln mit Schinken.
Dann ging es sehr grobschotterig bergab und (zuerst schiebend) bergauf auf direktem (Wander-) Weg zum Bikenmoor.
An den Teichen wieder auf Schotter bergab bis zum Steinbruch und rechts in nördlicher Richtung bis zu einer Holzbrücke. Links führte uns der moosige Weg mitten ins Nirwana, aus dem dann ein heftiger Downhill zur Strasse (kurz nach dem Abzweig Stiege) hinunter auftauchte.
Über das Tiefenbachtal gelangten wir nach Sophienhof und auf schönem Trail hinab in Richtung Bahnstrecke bei Netzkater. Drei querliegende Bäume hemmten den Genuss. Ab jetzt sind es nur noch zwei, den Dritten haben wir entsorgt.


Als der Trail frei war, kamen zwei Bengels mit MTB und Skateboard im Kreuz vorbei. Ohne Helm. Angeblich zweimal wöchentlich.
Statt dem Skateboard könnten sie mal die Säge einpacken...

Von Netzkater nach Rothesütte hoch haben wir die Strasse genommen. Nicht schön, aber rollt besser. Nachdem wir uns auf der bewussten Bank etwas mit der Karte beschäftigt hatten, sind wir auf der Strasse zur Grenze vorgerollt. Links weg und über den Großen Ehrenberg auf dem "Grünen Band" ging es in Richtung "Schwangere Jungfer". Hier gibt es magische Unterholztrails direkt auf der ehemaligen Grenze und ebenso einen tollen Blick über Sülzhayn nach Nordhausen.


Die weitere Strecke folgte dem Ellricher "Einzelkämpfer"-Rennen nach der Wendeleiche hinunter nach Ellrich. Leider fehlten an einer Stelle die Ordner und wir wären beinahe auf dem Plattenweg fast in Zorge gelandet. Aber wie sagt Teddy immer zu unseren "kleinen Verfahrern": Der Weg ist das Ziel!

Diese Tour am Harzrand hatte es wirklich in sich: 1580hm auf 73km Weglänge.
Und Spass hat's gemacht im Auebiker-Mountainbike-Land!

Kommentare:

  1. Teddy hatte es befürchtet, eine Tour mit Andreas gibt immer dicke Beine :-) Geil Jungs, ich hoffe ihr seid am Abend trotz Papstbesuch wieder ins Eichsfeld reingekommen ! Hier wurde ab Werther schon die A38 gesperrt.

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  2. Da es für einen Auebiker nur geradeaus und Leicht bergab geht sind die Höhenmeter eher relativ zu sehen.
    Es war eine wirklich schöne Tour bei besten Wetter.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Wenn man das wieder so liest, kann man ganz schön neidisch werden ...
    Vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr auch noch mal in den Harz. :o)

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  5. Neidisch werden ...trifft es sehr gut!

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