Dienstag, 26. Juli 2011

Der Goethewanderweg

Ab und an kann man sich auch mal mit deutscher Kultur beschäftigen. Zumindest kann man mal versuchen, einen der großen deutschen Dichter zu treffen.
Den Versuch dazu starteten Andreas und ich am Sonntag mit der Idee, den Goethewanderweg zwischen Ilmenau und Stützerbach abzuradeln. Erfahrungen aus dem Thüringer Wald ließen uns sicherheitshalber die Mountainbikes wählen.

Los ging es wieder an der Festhalle. Dort ist ein recht großer Parkplatz und man ist gleich am Wald. Unser Weg führte uns dann kurz durch die Innenstadt ins südlich von Ilmenau gelegene Schortetal. Eine ganze Weile fuhren wir leicht bergauf und ärgerten uns über die extrem breit angelegten Forstautobahnen. Glücklicherweise gingen diese irgendwann in recht angenehme Waldwege über. Leider wurde uns aber ein Weiterfahren verwehrt. Am Anfang langen nur einzelne umgekippte Bäume auf dem Weg. Da es aber immer mehr wurden und ein Ende nicht in Sicht war, entschieden wir uns ein Stück zurück zu fahren und unser Glück woanders zu suchen. Irgendwann kamen wir dann über den Kaynweg und die Alte Langewiesener Straße zum Roten Stein und zum Großen Dreiherrenstein. Weiter ging es auf dem Rennsteig in Richtung Westen. In diesem Abschnitt besteht der Rennsteig auf Waldwegen und Trails. Hat Spaß gemacht dort entlang zu fahren. Vorbei am Großen Hundkopf fuhren wir nach Allzunah und von dort aus eine recht lange Abfahrt in Richtung Stützerbach bis zum Panoramaweg. Damit uns nicht kalt wird ging´s auf dem Panoramaweg dann wieder heftig bergauf. Dieses Wegstück war schon früher ein Scharfrichter beim Super-Acht-Radmarathon von Frauenwald.

Oben angekommen musste sich Andreas erst einmal nach alter Kneipscher Tradition die Arme baden. Er hatte aber leider kein Handtuch dabei. So wurden - entsprechend der Bedienungsanleitung - seine Arme luftgetrocknet. Ob sie dadurch länger halten?

Mir war die Panorama-Sicht zum Schneekopf und über Stützerbach lieber.

Unterhalb des Waldgasthauses Auerhahn ging der Panoramaweg in den Goethewanderweg über. Wir waren also angekommen. Ob wir den alten Goethe nun auf einer seiner vielen Wanderungen treffen werden? Wir fuhren vorbei am Finstern Loch, einem Wasserfall, wieder ins Schortetal zum Knöpfelstaler Teich um danach wieder mal bergauf zu radeln. Unser Weg ging vorbei an der Hirtewiese, an einem der vielen Goethehäuser und dem Stichlings Platz. Ob das was mit Fischen zu tun hat? Ein Schild klärte uns auf. Es gab mal einen Herrn Stichling. Und diesem war dieser Platz gewidmet.

Vom Stichlings Platz hat man jedenfalls einen schönen Ausblick. Nicht nur auf die dunklen Wolken.

Kurze Zeit später kamen wir auf dem Kickelhahn mit seinem markanten Turm an.

Andreas ließ es sich nicht nehmen diesem Turm zu ersteigen und ein paar schöne Ausblicke zu genießen.

Auch der Hermannstein wurde erobert. Hier soll mal eine Burg gestanden haben. Wir fanden beide, dass diese sehr klein gewesen sein muss.

An der Seite der Klippe gibt es noch eine Höhle, die der Herr Goethe wohl mit seiner Frau v. Stein besucht haben soll. Was die beiden dort wollten, wollen wir gar nicht wissen.

Ansonsten fanden wir interessant, mit welchen Ideen sich doch die Bäume am Felsen entlang räkeln.

Der Goethewanderweg führt nun ins Ilmtal nach Manebach. Dieses Stück soll das steilste sein. Nur gut, dass wir falsch herum gefahren sind. Dieses Stück hätte ich nicht hochfahren wollen.

Von der anderen Ilmtalseite hat man wieder einen schöne Ausblick, diesmal auf Manebach und Ilmenau. Und natürlich auf die Wolken.

Am Emmastein gibt es ein kurzes Wegstück, da haben wir uns gefragt, ob wir die Räder tragen oder schieben. Wir haben dann geschoben. Aber wir waren uns nicht einig ob der Weg abfährts fahrbar ist …

Ab da passierte dann nicht mehr viel. Es ging über schöne Waldwege und Trails am Schöffenhaus, Schwalbenstein und an der Bertaquelle vorbei tendenziell bergab ins Zentrum von Ilmenau.

Ach ja, am Amtshaus zu Ilmenau war es dann soweit. Wir haben Johann Wolfgang von Goethe doch noch getroffen. :o)


Den eigentlichen Goethewanderweg habe ich hier mal zusammengestellt. Gefahren sind wir etwas anders.
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=odeeqztacetroyhv&referrer=trackList

Kommentare:

  1. Danke nochmal. Super Idee und Ausführung ;-)

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  2. Warum ist Goethe auf dem zweiten Bild so dick geworden und wer ist die Figur aus Bronze ???

    Mal wieder nix außer Fragen.

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  3. @Teddy, komm du mal wieder nach Erfurt ...

    ;)

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  4. @ torsten

    Würde ich gerne auch unter den Bedingungen, aber leider meistens keine Zeit. Entweder Arbeit oder Kinder. Da reicht es max. zu ner Feierabendrunde mit Andreas. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten hoff ich.

    Gruß Stefan

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