Dienstag, 21. Juni 2011

Von Erdzwergen und anderen Raritäten

... oder wie man flach da hoch zum Possen fährt.

Ein gesichteter Erdzwerg am Spatenbergturm in Sondershausen
Wer Dietrich kennt der weiss, das keinerlei Verspätungen beim ADFC geldudet werden.
Pünktlich um 09:59 und 59 Sekunden hielt der Zug aus Sangerhausen am Tourentreffpunkt in Berga.
Nach einer kurzen Einweisung von Tourenleiter Volker setzte sich das 17 köpfige Fahrerfeld bereits schon um 10:00:00 in Bewegung ! Das war wirklich Rekordverdächtig, aber typisch ADFC !
Versprochen wurde eine Tour mit sanften Anstiegen und vielen Pausen. Der erste sanfte Anstieg mit gefühlter 20% Steigung führte uns bereits nach 3km auf den Huflar, wo dann auch das Damenrad des Grauens mit einem Stock zwischen den Speichen verendete und von einem Rachegelüstetem- Ballonreifen-Singlespeed regelrecht plattgefahren wurde.


Neben den ca.80 flachen Anstiegen begleitete uns auch noch der Rückenwind der ständig von vorne kam und so kämpften wir uns vom Huflar bis nach Bendeleben, wo wir dann auch die erste Pause bei herrlichem Regen einlegten. Gott sei Dank standen dort Bäume mit wenig Blättern wo wir uns unterstellen konnten.
Nach dem Volker seinen Futterrucksack zur Hälfte an den Schwan auf dem Schloßteich in Bendeleben verfüttert hatte, ging es dann zur kleinen Wipper, einem herrlichen Örtchen in verträumter Landschaft.

Kurzer Zwischenstopp für die Japaner unter uns und weiter zum Kloster nach Göllingen, wo wir dann auch die erste längere Pause bei Sonnenschein einlegten.


Nun ging es weiter zum Possen, natürlich wie versprochen alles flach und im strömenden Regen. Zwischendurch mussten wir immer wieder die Frauen im Feld aufbauen : ,, Nur noch ein kleines Stück, es wird gleich flacher " oder ,, wir sind gleich da, ich höre schon die Bären " bis auch diese letzten Ermutigungen verstummt waren.
Irgendwann kamen wir dann wirklich auf dem Possen an und es wurde gegessen als kämen wir direkt von der Tour de France.

Auf der Abfahrt nach Sondershausen besuchten wir die Erdzwerge am Spatenbergturm und einen Musiker am Musikerdenkmal.



Obligatorisches Gruppenfoto am Schloss in Sondershausen und dann ging es weiter mit Kartoffelsalat und Eis im Magen, in die wieder mal flache Windleite. Zum Glück hatten wir Frank mit dabei, der uns als Ortskundiger Sondershäuser dann noch tiefer in die Berge führte :-)
Mit Sodbrennen und Magensäure auf dem Lenker, erreichte die Truppe doch noch das Basiscamp am Pfaffenteich. Wer jetzt dachte das das Schlimmste hinter uns lag, der hatte sich geschnitten, es lag vor uns !
So ging es dann noch 2km bei 20 Prozent Steigung zum Gipfel der Windleite und wir ernteten nicht nur freundliche Blicke. Als ich dann sagte ,,jetzt geht es bergab bis Auleben", wäre ich fast gesteinigt worden, denn geglaubt hat mir das keiner mehr !
Es ging dann wirklich bergab und die Auebiker verschwanden kurze Zeit später wieder in ihren Löchern !

Kommentare:

  1. Beim z.T. kurzärmligen Mecki sieht man gleich: Der Eingeborene Eichsfelder fährt in Kurz, wo andere schon den Wintermantel tragen. Nur im Erdloch wird der langärmlige Schlafanzug angelegt ;-)
    Sehr schöne MTB Prosa, Alf!

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  2. achso und Mecki - Danke für Deine Unterstützung zur Possentour !!! War gut das Du dabei gewesen bist !!!

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